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Eintrag vom 12.05.2026

Nachlese At Work Special: EU-Verpackungsverordnung (PPWR)

PPWR in der betrieblichen Praxis – Umsetzungsstand, Risiken, Handlungs­felder | Di 5. Mai 2026

Hohe Relevanz für die Branche

Rund 25 Teilnehmende aus Druckereien und Verpackungsunternehmen nutzten das „At Work Special“, um sich über die neue EU-Verpackungsverordnung (PPWR) zu informieren. Ein Thema, mit dem sich die Unternehmen in den kommenden Jahren intensiv beschäftigen werden müssen – auch wenn viele Detailfragen derzeit noch offen sind.

Einordnung und Ziele der PPWR

Referent Heinz Klos, technischer Berater bei vdm Beratung ordnete die PPWR im Vergleich zum deutschen Verpackungsgesetz ein und erläuterte die Ziele: Die Verordnung ist Teil des European Green Deal und soll Verpackungsabfälle reduzieren, Recycling stärken und die Kreislaufwirtschaft europaweit voranbringen.
Hintergrund sind unter anderem steigende Abfallmengen und bislang unzureichende Recyclingquoten.

Neue Anforderungen für Unternehmen

Im Fokus standen die konkreten Auswirkungen auf die betriebliche Praxis. Themen wie Recyclingfähigkeit, Rezyklatanteile, Verpackungsminimierung und Kennzeichnungspflichten wurden verständlich erläutert. Deutlich wurde: Verpackungen müssen künftig konsequent recyclingfähig gestaltet und Materialeinsätze reduziert werden. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Dokumentation und Nachweise erheblich – etwa durch die verpflichtende Konformitätsbewertung.

Rollen klären – Verantwortung verstehen

Ein weiterer wichtiger Punkt war die Rollenverteilung entlang der Lieferkette. Viele Unternehmen werden mehrere Rollen gleichzeitig einnehmen und müssen ihre Verantwortlichkeiten genau prüfen. Wer Verpackungen erstmals in Verkehr bringt, trägt dabei die zentrale Verantwortung – auch im Rahmen der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR).

Praxis und offene Fragen

In der Diskussion wurde deutlich: Viele Anforderungen sind noch nicht abschließend konkretisiert. Für spezifische Fragen – etwa zu Kennzeichnungen oder technischen Standards – gibt es aktuell oft nur den Stand der Gesetzgebung, aber noch keine verbindlichen Vorgaben.

Fazit

Die Richtung ist klar: mehr Nachhaltigkeit, mehr Kreislaufwirtschaft, mehr Transparenz. Der Weg dorthin bleibt jedoch anspruchsvoll. Umso wichtiger ist es, sich frühzeitig mit den Anforderungen auseinanderzusetzen und die eigenen Prozesse und Mitarbeitenden entsprechend vorzubereiten.

Ansprechpartner

Heinz Klos

Heinz Klos
Technischer Berater
Verband Druck + Medien Beratung


0711 45044-40
0171 3328006