Gut eine Woche vor dem Geltungsbeginn der EU-Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung (PPWR) am 12. August hat die Europäische Kommission überarbeitete FAQ veröffentlicht. Darin nimmt sie teils neue Einordnungen zur Rollenverteilung und dadurch zu Pflichten von Wirtschaftsakteuren vor. Die Verbände begrüßen grundsätzlich die teilweise neue Auslegung der Vorordnung als Schritt in die richtige Richtung, um die praktische Umsetzung zu erleichtern – kritisieren jedoch die Kurzfristigkeit der Veröffentlichung ausdrücklich.
Die Unternehmen sehen sich aufgrund der Komplexität der Verordnung, neuer Rechtsbegriffe und zusätzlicher Pflichten seit Monaten mit erheblicher Unsicherheit konfrontiert. Bereits die FAQ der Kommission vom März 2026 ließen zahlreiche Fragen offen. Die nun Anfang August veröffentlichte Überarbeitung zeigt zudem, dass auch auf EU-Ebene zentrale Umsetzungsfragen erst schrittweise erfasst und geklärt werden.
„Bis zum heutigen Geltungsbeginn bleibt den Unternehmen nicht genug Zeit, um neue Auslegungen zu Rollen und Pflichten rechtssicher zu bewerten und in ihren Prozessen umzusetzen", betonen die Verbände. Besonders groß seien die Umsetzungsprobleme beim grenzüberschreitenden Versand im EU-Binnenmarkt – vor allem für Unternehmen, die nur Kleinstmengen versenden, ist z. B. eine Bestellung von Bevollmächtigten in jedem einzelnen Land wirtschaftlich nicht tragbar.
Unsere Forderungen:
Die notwendige Übergangszeit muß die EU gemeinsam mit den Mitgliedstaaten nutzen, um eine praxistaugliche und rechtssichere Umsetzung der PPWR sicherzustellen.
Dr. Alexander Lägeler
Geschäftsführer
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