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Eintrag vom 08.10.2026

Die Arbeit, die niemand bestellt hat – wenn der Fachbereich selbst sucht

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Irgendwann fängt der Fachbereichsleiter an, selbst zu suchen. Er schreibt Bekannte an, fragt beim Wettbewerber nach, sitzt in Gesprächen, die zu nichts führen. Niemand hat ihn darum gebeten. Es passiert einfach, weil die Position seit Monaten offen ist. Das ist der Moment, in dem eine Personalfrage aufhört, eine Personalfrage zu sein.

Was der eine Bereich nicht leistet, fällt nicht weg. Es landet beim nächsten.

Warum es so weit kommt

Im Bericht an die Geschäftsleitung steht der Bewerbungseingang. Er ist einfach zu erheben und steigt gerade. Nur sagt er nichts darüber, ob das Haus bekommt, was es braucht – er sagt, was die Sichtung kostet.
Kein Vorwurf an den Personalbereich: Diese Zahl war lange das Beste, was es gab. Die Gegenprobe – was der Markt an diesem Standort überhaupt hergibt – existierte nicht.
Im Vertrieb wäre das undenkbar. Einen Bericht, der die Zahl der Anfragen nennt, aber nicht, wie viele passende Kunden es in Ihrem Gebiet überhaupt gibt, würden Sie zurückgeben.

Was die Gegenprobe zeigt

Nehmen wir ein Berufsfeld, bei dem die Antwort besonders oft lautet, es gebe niemanden: Installation, Wartung, Instandhaltung. Im Umfeld von Bretten, Einzugsgebiet 30 km für Fachkräfte und 45 km für Spezialisten, wurde in zwölf Monaten 72.632 mal gesucht. Allein im Juli 5.851 mal. Rund zwei von drei Suchen kommen von der Ebene oberhalb der Fachkraft — von den Spezialisten. Stabil über alle Monate, unabhängig vom Volumen. Der Markt füllt sich nicht in der Breite. Er füllt sich oben.
Gezählt sind Suchvorgänge, nicht Personen.

Wer in dieser Region sagt, es gebe keine Leute, sagt das über einen Markt mit 6.000 Suchen im Monat.

Bleibt die Frage: Warum kommt davon nichts an? Kommen kaum Bewerbungen, wird Ihre Vakanz nicht gefunden. Kommen sehr viele, passen die meisten nicht. Beides ist Handwerk im Bereich — und beides bezahlt am Ende der Fachbereich.

Solange Sie es noch selbst entscheiden können

Welcher der beiden Fälle bei Ihnen vorliegt, sagt Ihnen keine Zahl aus dem eigenen Haus. Die Marktzahl zu erhalten dauert fünf Minuten. Sie ändert nichts an Ihrem Bewerbungseingang, aber sie sagt Ihnen, was Sie davon zu halten haben.

Wie groß ist der Markt an Ihrem Standort?
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Drei Eingaben: Standort, Berufskategorie, Erfahrungsstufe. Ein Bericht.
Kostenfrei für Mitglieder, Bericht kommt per E-Mail.

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